05. Apr 2012 07:04
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Google AdWords API

Google AdWords Account
Google AdWords Account
Zweifelsohne hat Google AdWords die Welt der Online-Werbung teilweise auf den Kopf gestellt. Nicht nur hat sich die Art der Kommunikation mit den Interessenten komplett geändert - auch die Dynamik, mit welcher sich Anzeigen in Google AdWords erstellen und ändern lassen, hat sich der Zeit angepasst. Scheinbar hat sich das jedoch noch nicht überall herum gesprochen, denn noch immer sind viele Nutzer von Google Werbeanzeigen geplagt, die entweder ins Leere führen oder Produkte bewerben, die dann so in dieser Form oder zum beworbenen Preis nicht verfügbar sind.

Mit diesem Thema und der Möglichkeit Google AdWords Anzeigen in Echtzeit über die Google AdWords API automatisiert zu steuern und zu aktualisieren, möchte Ich mich in diesem Artikel befassen.

AdWords API benötigt My Client Center Konto und kostet

Schon bevor man seinen ersten Google AdWords API Code auf sein AdWords Konto loslassen kann, wird man in seiner Euphorie dahingehend gehindert, dass man nun erst einmal ein sog. My Client Center (MCC) einrichten muss. Dort kann man dann sein bestehendes AdWords Konto verknüpfen.

Das Video links den Vorgang und die einzelnen Schritte, wie man ein My Client Center für die Nutzung der Google AdWords API einrichtet und dann sein bestehendes Google AdWords Konto damit verknüpft.

Hat man diesen Schritt dann geschafft, wird man ernüchternd feststellen, dass nicht unbegrenzt auf der AdWords API rumhacken darf, denn die Nutzungsfrequenz durch AdWords API Tokens ist hier stark eingeschränkt. Hat man ein größeres AdWords Konto, so empfiehlt es sich die Nutzung mit dem AdWords Support abzustimmen.

Grundsätzlich hat man jedoch in seinem AdWords My Client Center eine gewisse Anzahl an sog. AdWords API Tokens kostenfrei zur Verfügung. Für die Nutzung von AdWords API Tokens außerhalb des Freikontingents zahlt man entsprechend. Die Abrechung erfolgt genauso wie die Abrechnung der AdWords Anzeigenkosten.

Mit .NET an die AdWords API

Normalerweise biete Ich hier eigentlich keine Code-Beispiele in .NET. In diesem konkreten Fall war es aber so, dass ich eine Anwendung mit Microsoft Backend für die Google AdWords API entwickelt habe und somit aufgrund von Technologiebeschränkungen nur .NET einsetzen konnte.

Es gibt eine Google AdWords API Client Library für .NET in welcher bereits fertige Konfigurationsverwaltung und Bibliotheken für die AdWords API enthalten sind. In diesem Artikel befasse ich mich bewusst nicht mit den Grundlagen der AdWords API Library sondern eher mit den Details, die nur schwer mit Hilfe der API umzusetzen sind - wie z.B. AdWords Ad Parameter. Das Video bietet einen guten Einstieg - vor Allem in die Projektkonfiguration in Visual Studio und wie man mit den ersten Abfragen an die Google AdWords API beginnt. Wer noch kein Visual Studio besitzt, dem kann ich die kostenlose Visual Studio Express Version nahe legen. Sie ist wirklich sehr gut und deckt auch alle Funktionen ab. Ansonsten ist die Google AdWords API in Java nicht sonderlich unterschiedlich zu C# und .NET.

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Wann man die AdWords API nutzen sollte

Grundsätzlich wurde die AdWords API von Google natürlich nicht dazu entwickelt irgendwelche wahnwitzigen "Geschäftsideen" zu erfinden, die darauf begründen, dass man mit Hilfe der API AdWords vollspammt. Sinn der Google AdWords API ist das Automatisieren von Vorgängen, die andernfalls ein Mensch mit Hilfe der AdWords Benutzeroberfläche erledigen würde.

Ich denke, dass die Möglichkeit der Entwicklung eines Spam-Bots für die Google AdWords API auch der Grund dafür ist, dass Google so restriktiv mit den Zugriffen auf die AdWords API ist. Findige Tüftler mögen jetzt auf die Idee kommen hier mit Hilfe des AdWords Keyword Tool und der API lustige Anwendung und automatisierte Spam-Farmen zu bauen. Davon kann ich grundsätzlich nur abraten, denn die AdWords Anzeigen sollte zumindest ein Mensch nochmal persönlich gegenprüfen. Diese sind ja schließlich auch für Menschen gemacht.

AdWords Anzeigen nicht verfügbarer Produkte abschalten

in den meisten Fällen ist es so, dass eine Werbeagentur oder der AdWords-Zuständige im Hause für alle Produkte oder Dienstleistungen entsprechende AdGroups und Keywords anlegt. Da sich mit der Zeit jedoch die Verfügbarkeiten von Produkten und Dienstleistungen ändern, empfiehlt es sich die AdWords Anzeigen auch entsprechend über die Google AdWords API anzupassen. Nichts konvertiert schlechter als eine AdWords Anzeige, die ein Produkt bewirbt, welches nicht mehr verfügbar ist.

Der obige Code fragt alle Anzeigen-Gruppen "AdGroups" in der AdWords Kampagne ab und durchläuft diese dann. In den meisten Fällen macht es auch Sinn Produktidentifikatoren wie EAN, GTIN oder eigene Datenbank-Ids zu verwenden, damit die Software eindeutig Produkte zu Anzeigen zuweisen kann. Der AdGroup-Titel bietet sich hierfür an, da der Endnutzer hiermit keinen Kontakt hat.

Echte Preise und Lieferinformationen in AdWords Anzeigen

Neben der oben genannten Produktverfügbarkeit bietet es sich zudem an auch produktspezifische Informationen in die AdWords Anzeigen mit aufzunehmen. Wenn man bedenkt, dass eine Google-Suchanfrage ja häufig mit einem Produktnamen oder der Nachfrage nach einer Dienstleistung beginnt, so ist es sinnvoll auch Informationen wie Lieferzeit, Preis und eventuelle Produktvariationen wie z.B. Farben oder Größen anzuzeigen.

Sucht Jemand bei Google z.B. nach "Adidas Beckenbauer" Schuhen und erhält als Ergebnis eine AdWords Anzeige, in welcher im AdWords Anzeigentext ein Preis von 35€ angegeben ist und dann steht auf der Landing-Page ein Mindestpreis von 69,90€ dann ist das nicht nur ein Verstoß gegen die Google-Richtlinien sondern auch ein prima Treiber für die Bounce-Rate der AdWords Anzeige. Zusätzlich verursacht man sich hiermit unglaubliche Kosten für seine AdWords Kampagnen, die keinen Umsatz bringen.

Für diesen Anwendungsfall gibt es die sogenannten Anzeigenparameter "AdWords Ad Parameters", mit welchen man dynamische Daten in AdWords Anzeigen unterbringen kann. Hierfür werden in den AdWords Anzeigentexten bestimmte "Tags" (z.B. "{param1:20 €}") angegeben, die zusätzlich eine Standardwert haben, wenn der AdWords Parameter nicht gesetzt ist.

Mit diesem Code wird jetzt der AdParameter mit dem Index 1 durch den Preis-Parameter mit angehangenem Euro-Zeichen ersetzt. Bedauerlicherweise muss hierfür absolut jedes AdWords AdGroup Keyword durchlaufen werden. Anfangs habe ich diese AdWords Anwendung mit ordentlich Multi-Threading aufgepumpt, sodass möglichst viele Anfragen an die Google AdWords API Server parallelisiert wurden. Dies führte aber häufig dazu, dass die Google-Server die Anfrage mit HTTP 500 quittierten. Ich gehe davon aus, dass ich damit eventuell als möglicher DoS-Versuch von der AdWords API rausgeschmissen wurde.

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Eigene Gebotsstrategien mit AdWords Kampagnen umsetzen

Es kann sein, dass man ohne es zu wissen schon die Google AdWords API verwendet. Dies kann dann sein, wenn man ein sog. Bid Mangement-System einsetzt, welches automatisch Gebote für AdWords Keywords nach bestimmten Algorithmen anpasst. Solche Systeme haben sich sehr etabliert, da Google AdWords ja pro Klick abrechnet, man jedoch pro Bestellung innerhalb vorgegebener Budgets und Margen operieren muss.

Grundsätzlich würde ich jedoch empfehlen diesen AdWords-Gebotsprozess niemals zu automatisieren, denn dadurch dass bei den Konkurrenten auch fähige Menschen vor den AdWords-Konten sitzen könnten diese es schnell schaffen den eigenen AdWords-Gebotsprozess zu überlisten. Wer möchte kann sich aber natürlich kleine Helferlein für AdWords programmieren.

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Fazit: Produkte mit AdWords verbinden

Das Problem gedruckter Preislisten und Kataloge, dass diese für eine gesamte Saison gültig sein müssen, hat schon ganze Unternehmen ruiniert. Seit Existenz des Internets und Werbesystemen wie AdWords ändern sich Preise für Produkte quasi minütlich. Alle Informationen sind immer und überall verfügbar. So verlieren auch mehr und mehr Menschen das Verständnis für Falschinformationen in AdWords-Werbeanzeigen. Wer heute in einer AdWords-Anzeige einen Preis bewirbt, den der nachher nicht mehr anbieten kann wird sofort als "Betrüger" verschrien. Egal ob Preisvergleich, Affiliate, Suchmaschine in Form von AdWords, Facebook Werbeanzeigen oder klassische Werbebanner - Wer seine Werbemittel nicht bestmöglich mit seinen Backendsystemen um ERP, SCM und CRM verbindet verliert stangenweise Geld durch schlechte Conversion-Rates und verspielt sich eventuell den Erfolg, wenn es seine Konkurrenten machen.

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Kommentare zum Thema „Google AdWords API“

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