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« Kindle Fire »

(19.10.2011 20:22)

Kindle Fire Apps und SpieleAls großer Fan und Besitzer des Kindle Keyboard und natürlich auch iPad Anwender war ich sehr gespannt auf das von Amazon vorgestellte 413 Gramm schwere Kindle Fire. Hierbei handelt es sich weniger um ein eBook Reader, wie beim Vorgänger-Kindle, sondern vielmehr um einen Tablet-Computer. Man kann mit dem Kindle Fire also nicht nur lesen, sondern auch Musik hören, Videos schauen, E-Mails lesen und im Internet surfen. Das Kindle Fire soll also ein echter iPad Konkurrent sein - mit einem Einführungspreis von $199 ist es gleich noch bedeutend günstiger als das Apple iPad, welches erst ab 479€ erhältlich ist. Einen Verkaufstermin für das Kindle Fire gibt es nach aktuellem Kenntnissstand erst für die USA und dort wird das Gerät ab dem 15. November 2011 für $199 erhältlich sein. Schauen wir uns aber zunächst einmal die technischen Eigenschaften des Kindle Fire im Detail an.

Touchscreen des Kindle Fire

Kindle Fire BildschirmDas Kindle Fire verfügt über einen 7" Zoll Touchscreen (entspricht 17,76cm), der dank der sog. IPS (In-Plane Switching) Technik auch bei sehr schrägen Blickwinkeln ein gutes Bild liefert. Das Display ist ein LCD mit einer Auflösung von  1024x600 Pixeln, was für das Surfen im Internet absolut ausreichend ist. Das Touchscreen untersützt lediglich 2 Finger im Gegensatz zum iPad, welches bis zu 10 Finger auf der Oberfläche erkennen kann. Videoausgänge für externe Anschlüsse, wie das iPad diese z.B. mit einem HDMI Adapter besitzt, hat das Gerät nicht. Mit 600 Pixeln in der Höhe ist das Display  knapp unter HD Standard von 720 Pixeln. Amazon wird für das Gerät auch ein eigenes Streaming und Video on Demand Angebot haben. Die Grätchen-Frage jedoch wird sein, ob das Kindle Fire 720p oder gar 1080p HD Filme flüssig abspielen oder gar streamen kann. Derzeit sträuben sich die Fachleute noch mit definitiven Aussagen. Von Haus aus spielt das Kindle Fire keine Matroska (MKV) HD Video Container ab. Da es jedoch mit Android ausgestattet ist, wäre es sehr wohl möglich und zumindest einen Versuch wert. Sobald neue Informationen dazu rauskommen, werde ich diese hier kund tun.

Hardware: Prozessor und Speicher des Kindle Fire

Kindle Fire RueckseiteGroßzügig war Amazon mit dem Prozessor: Im Herzen des Amazon Kinde Fire schlummert eine Dual Core TI OMAP 4 ARM Prozessor mit 1 Ghz Taktfrequenz, welchem zusätzlich 512 MB RAM zur Seite stehen. Der Geräte-interne Flashspeicher verfügt über 8 Gigabyte, die man zum Speichern seiner Daten nutzen kann - Amazon gibt selbst an, dass von diesen 8 GB etwa 6 Gigabyte vom Nutzer für seine persönlichen Daten verwendet werden können. Speichererweiterungen gibt es nicht: SD, MMC, MicroSD, SDHC oder andere Speichermedien kann das Kindle Fire nicht lesen. Man ist mit dem Speicher hauptsächlich auf die Netzwerkschnittstelle bzw. das WLAN und damit Streaming angewiesen. Das oben angesprochene Abspielen von HD Videos aus dem Speicher des Geräts erübrigt sich damit auch fast, da diese häufig größer als 8 Gigabyte sind. Damit würden die HD Videos schon aus Speicherplatzgründen nicht auf das Kindle Fire passen. Es bliebe also nur die Möglichkeit HD Videos von einer Netzwerkfestplatte oder einem Server im Netzwerk zu streamen.

Natürlich dürfen bei solch einem Gerät auch die Sensoren nicht fehlen: Accelerometer Sense für das Bewegen des Geräts, ein Lichtsensor für die Helligkeit des Bildschirms, ein Gyroskop für Drehbewegungen und natürlich Multitouch-Touchscreen-Erkennung. Ich persönlich finde es jedoch sehr schade, dass insbesondere eine Kamera und ein Mikrophon nicht an Bord sind. Weniger wegen der schönen Schnappschüsse oder Karaoke als mehr für die Skype Telefon und Video-Kommunikation, die dadurch absolut unmöglich wird.

WLAN und Netzwerkschnittstellen am Kindle Fire

Die einzigen Netzwerkschnittstellen, die das Kindle Fire mitbringt sind USB 2.0 (mit Micro-B Anschluss) und WLAN in den Standards 802.11bgn. Welche Datenraten das Kindle Fire mit 802.11n tatsächlich erreicht, bleibt eine offene Frage. Dies hängt natürlich auch vom Access Point und den anderen Geräten in Reichweite ab. Es verbleibt also damit das große Fragezeichen, ob man mit dem WebKit Browser namens Amazon Silk auf dem Kindle Fire oder mit anderen Anwendungen aus dem Android Store über Netzwerk erweiterte Features nutzen kann und welche Spielereien möglich sein werden. Hauptpunkt sind hier sicher Video und Audiostreaming, da man bei effektiven 6GB Speicher nicht seine komplette Musik und Filmsammlung mitnehmen kann. Der beim Kindle Fire mitgelieferte Browser namens "Amazon Silk" basiert auf WebKit und ist damit in der Lage Websites genauso gut anzuzeigen, wie das auch der normale Browser am PC, Mac oder im iPad kann. Des Weiteren hat sich bisher in einigen Vorabtests - wie auch dem Video links oben - gezeigt, dass der Browser recht schnell ist. Amazon setzt hierbei - ähnlich wie Opera - eine Technik ein, die Websites bei Amazon optimiert, bevor diese an das Gerät gesendet werden. Datenschützer äußern hier Bedenken, da die Daten immer über Amazon transferiert werden. Online Banking bietet sich daher mit diesem Gerät nicht an.

Das Android Betriebssystem und die Software im Kindle Fire

Im Kindle Fire arbeitet ein Google Android 2.3 (Gingerbread), wodurch das Gerät natürlich über den Amazon AppStore software-technisch einfach erweiterbar ist. Wie bereits im vorherigen Abschnitt erwähnt, verfügt das Kindle Fire über den Browser Amazon Silk, der im Prinzip ein einfacher WebKit Browser mit zusätzlicher serverseitiger Seitenoptimierung von Amazon ist. Apps wie Facebook, Google Maps, Twitter, YouTube, Picasa, Angry Birds & Co. sind mit Android auch für das Kindle Fire erhältlich. Das folgende Video verdeutlicht ganz gut, was die Software auf dem Android 2.3 so standardmäßig mitbringt. Zu beachten ist hier besonders, dass Amazon am Android System sehr viele Anpassungen gemacht hat.

Inwiefern welche Applikationen auf dem Kindle Fire funktionieren, kann man natürlich noch nicht 100%ig sagen. Jedoch sollten alle Android Tablet Anwendungen einwandfrei funktionieren. Wer selbst Apps für das Kindle Fire entwickeln möchte, kann sich auf der Android Developer Seite schonmal einen Eindruck machen. Man darf jedoch nicht vergessen, dass auf dem Kindle Fire nur der Amazon AppStore und nicht den Android Market mitbringt. Deshalb muss man sich dann auch beim Amazon Developer Program für Android anmelden. Wer für wenig Geld in die Android Tablet Entwicklung einsteigen will, für den ist das durchaus lukrativ, zumal davon ausgegangen wird, dass Amazon recht viele Kindle Fire Geräte verkaufen wird.

Amazon Kindle Fire KindEinen E-Mail Client bringt Amazon natürlich direkt mit und auch im Android AppStore von Amazon findet man für das Amazon Kindle Fire mit Sicherheit eine weite Auswahl an E-Mail Programmen, die alle E-Mail Anbieter oder sogar Microsoft Exchange abdecken. Wie bereits im Abschnitt über die Hardware, muss man hier dann natürlich noch einmal erwähnen, dass das Telefonieren mit Skype oder Ähnlichem aufgrund des fehlenden Mikrophons und der fehlenden Kamera nicht möglich ist.

Multimedia mit dem Kindle Fire

Der integrierte eBook Reader liest AZW, TXT, PDF, MOBI und PRC - analog zum Kindle Keyboard. Wer also auch hier gerne seine ePub eBooks lesen möchte, der darf weiterhin meine Anleitung hier befolgen: ePub auf Kindle. Wer bereits einmal PDF Dateien auf einem Kindle gelesen hat, weiß, dass das keine besonders große Freude ist - auf dem iPad übrigens auch nicht besonders. Es bleibt also abzuwarten, wie sich dies auf dem Kindle Fire verhält. Als Maßstab gilt bei mir hier immer Der Spiegel und den kann man bisher noch am Besten in seiner Printform auf dem iPad lesen - gleichwohl, wie ich finde, nicht mit dem selben Komfort wie in Druckform.

Im Bezug auf Musik, spielt das Kindle Fire sowohl Mp3, als auch AAC und Ogg Vorbis ab. MIDI Dateien seien hier nur beiläufig erwähnt, gleichwohl es dort auch noch eine große Fangemeinde gibt. Damit deckt es aber die komplette Palette ab, kann jedoch keine Windows Media Audio Dateien (WMA) abspielen. Das schaffen aber auch nur die wenigsten Geräte. Wer Musik kauft und runterlädt, erhält heute sowieso erfreulicherweise meistens ungeschützte Mp3 Dateien, da sich dieses Format auch durchgesetzt hat. Die breite Auswahl an Musik erhält man ja auch direkt von Amazon. Wichtig ist das nur, wenn man in der Vergangenheit bereits Musik als CD, DVD oder per Download gekauft hat.

Für Videos sieht das Kindle Fire lediglich MP4 und VP8 vor - Matroska und Co. werden also nicht abgespielt und müssen umständlich vorher konvertiert werden. Wer also bereits eine BluRay Sammlung hat und den ein oder anderen Liebingsfilm mitnehmen möchte, der muss sich um eine mögliche Konvertierung kümmern und die Daten dann auf das Gerät speichern, was jedoch bei 6 GB entsprechend wahrscheinlich nur ein einziges Video wäre - maximal jedoch Drei oder Vier - dann aber auch nur noch in DVD Qualität.

Fazit zum Kindle Fire und mögliche Alternativen

Soweit ist nun eine Menge zum Kindle Fire gesagt und ich möchte abschließend doch noch einmal die Punkte aufgreifen. Mit den geplanten $199 - entspr. etwa 144,- € - kommt das Kindle Fire mit einem unschlagbaren Preis-/Leistungsverhältnis, bei welchem weder ein Samsung Galaxy Tab mit 398,- € noch ein Apple iPad ab 479,- € mithalten können. Sehr wohl schwächelt aber das Kindle Fire in Sachen Kommunikation: Der E-Mail Client ist nur spärlich, Mobilfunk bzw. UMTS oder 3G wird es nicht geben und Skype geht mangels Mikro und Kamera nicht. Es wird dem Betrachter klar, dass es sich beim Kindle Fire um ein Konsum-Gerät handelt. Der Nutzer konsumiert primär und nur sekundär stehen spärlich Funktionen wie eine Facebook App oder ein E-Mail Client für Kommunikation zur Verfügung. Der nicht-erweiterbare Speicher von schwachen 6 GB tut sein Übriges. Amazon möchte die Nutzer hier dazu bewegen alle Daten bei Amazon zu speichern.

Die eBook Reader haben einen enormen Erfolg mit diversen Verkaufsrekorden gefeiert und haben das, den Analysten nach, primär Ihrem günstigen Preis zu verdanken. Vielleicht hat Amazon hier mit einem eBook Reader-ähnlichen, aber leistungsfähigerem Kindle Fire genau den Nerv der Zeit getroffen und dann auch noch das richtige Preis-/Leistungsverhältnis geschafft. Die Zahlen werden dies belegen müssen. Wen der Preis nicht so sehr interessiert und wer Wert darauf legt, dass er mit seinem Tablet überall unterwegs online sein kann, endlos viel Musik und Filme speichern kann und alle Möglichkeiten der Kommunikation über Telefon, SMS, Fax, E-Mail, Facebook, Skype, Twitter, Exchange, Windows Live uvm. haben möchte, der greift wohl besser zu einem iPad oder einem Samsung Galaxy Tab.

Ansonsten spricht eigentlich nichts gegen das Kindle Fire, denn immerhin kann man damit Musik hören, Filme gucken, Surfen, E-Mails lesen und bei Facebook rumhängen ... für bedeutend mehr verwenden die meisten Menschen diese Geräte in der Regel auch nicht. Jeder muss also für sich entscheiden: Was möchte ich wirklich machen und was ist mir eigentlich wirklich nach der anfänglichen Euphorie wichtig, was ich regelmäßig mit diesem Gerät machen möchte? Wer z.B. gerne abends im Bett oder unterwegs liest, Musik hört und Videos schaut sowie ab und an beim Besuch zu Hause oder über WLAN ins Internet geht, der wird mit dem Kindle Fire auch Freude haben.

Bücher zum Thema „Android“

Die nachfolgenden Bücher behandeln das Thema "Android" und werden von Amazon empfohlen. Viele dieser Bücher habe ich selbst gelesen und auch zur Recherche für diesen Artikel genutzt. Wer sich, insbesondere bei technischen Themen, unsicher ist, ob er die gewünschte Aufgabe bewältigen kann, sollte zu einem dieser Bücher greifen. Die Bücher habe ich zum großen Teil selbst auch auf ihre Qualität geprüft.
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Android-Smartphone: Die verständliche Anleitung
Android-Smartphone: Die ...
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Werner Krokor (07.09.2012 18:59)
Hallo, heute habe ich die Kindle-Fire-Beschreibung bei Amazon gelesen und dabei erhebliche Differenzen zu Deinem Artikel gefunden. Hat hier etrwa Amazon für den deutschen Markt aufgerüstet? z.B.: Speicherwahl bis 32 GB, Vollwertiger Skypebedienung, USB-Schnittstelle für z.B. Laden externer Fotos, Display 1280x800HD (ob externe Filme über den USB-Anschluss angeschaut werden können, habe ich noch nicht rausgelesen) Gruss Werner
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