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« Rapidshare Download Manager »

(17.02.2011 10:53)

Wer Linux Distributionen oder Updates über die regulären Universitätsserver herunterlädt wird schnell feststellen, dass der Bandbreite dort grenzen gesetzt sind. Schneller gehts natürlich mit RapidShare. Viele wundern sich dann jedoch, warum die Daten bei RapidShare immer in Einzelteile zerstückelt sind. Der Grund ist ganz einfach: RapidShare erlaubt eine maximale Dateigröße von 200MB, erlaubt es zudem jedoch auch die Daten in einzelne Stückchen zu zerlegen.

Zudem haben findige Entwickler sog. Container-Formate entwickelt wie z.B. das DLC (Download Container), RSDF oder CCF (CryptLoad Container File) Dateiformat. Diese Dateien bzw. sog. “Container” beinhalten dann die entsprechenden RapidShare-Links. Bei openSuSE 11.3 sind das gut und gerne schonmal an die 50 Links. Ein weiterer Grund für diese Container war, dass der Inhalt verschlüsselt ist, sodass nicht einfach jeder die mühsam hochgeladenen Dateien auf seiner eigenen Seite verlinkt – zugegebenermaßen auch, damit die Abmahnindustrie (als Industrie muss man das wohl mittlerweile bezeichnen) die Links nicht so schnell löschen kann.

Ich möchte zwei Download Manager für RapidShare mal näher vorstellen. Zum Einen den JDownloader, welcher wohl der populärste Download Manager ist und CryptLoad.

#1 JDownloader

Der wohl bekannteste Download Manager. Hier ein paar Vorteile

  • Läuft unter Windows, Mac OS und Linux
  • Unterstützt “Click n’ Load” – ein entsprechender Download Link muss nur angeklickt werden und schon werden die Link-Dateien aufgenommen
  • Unterstützt auch die Eingabe direkter Links und kann YouTube Videos herunterladen
  • Ebenso werden Captchas bekannter Download-Seiten unterstützt
  • Funktionen wie Pausieren und Fortfahren der Downloads gehören ebenfalls um Umfang
  • Ebenso können mehrere Dateien mit mehreren Verbindungen gleichzeitig heruntergeladen und auch direkt mit Passwort entpackt werden (bietet sich vor Allem an, wenn man private Urlaubsvideos hochgeladen hat, die nicht jeder sehen darf)
  • Das DLC Format wird von den Entwicklern von JDownloader gepflegt, sodass dieser auch immer die aktuellsten Versionen unterstützt
  • Premium-Konten von RapidShare und diversen anderen Anbietern werden ebenfalls unterstützt
  • JDownloader kann sehr hohe Download-Geschwindigkeiten erreichen (Voraussetzung hierfür ist bei RapidShare natürlich ein sog. RapidPro Konto)
  • Eine automatische Update Funktionalität

Neben den vielen Vorteilen, von denen ich hier nur einige genannt habe, hat JDownloader auch einige gravierende Nachteile, die ebenfalls kurz genannt werden sollten.

  • Die Software ist in Java geschrieben und unter Linux (getestet mit Ubuntu 10.10 und openSuSE 11.3) sehr träge, vor allem bei hohen Bandbreiten und mehreren Downloads
  • Das DLC Format hat einen sehr seltsamen Sicherheitsmechanismus, bei welchem die Datei auf einem Server von den JDownloader Entwicklern entschlüsselt wird, sodass dieser Server natürlich Bescheid weiß, welche Dateien man herunterladen möchte, da der Server die DLC Dateien entschlüsselt
  • Die Software ist an Sich sehr korpulent mit vielen Features und daher für Laien nicht allzu einfach zu bedienen
  • Man weiß nicht immer, was der JDownloader da gerade an welchen Server übertragt

Aufgrund der Vielzahl von Funktionen und der kontinuierlichen Weiterentwicklung kann man JDownloader in jedem Fall als Download Manager empfehlen. Es empfiehlt sich für Laien jedoch die Anleitung bzw. Dokumentation zu lesen.

#2 CryptLoad

CryptLoad stellt für Windows-Nutzer eine interessante Alternative dar, da die Software nicht in Java sondern dem Microsoft .NET Framework entwickelt wurde. Dies bringt der Software zumindest unter Windows eine paar kleine Geschwindigkeitsvorteile, jedoch auch den Nachteil, dass es eben nur unter Windows läuft.

  • Die Entwickler von CryptLoad entwickeln auch das CCF (CryptLod Container File) Format, sodass hier immer die aktuellste Version unterstützt wird
  • Das CCF Format benötigt für die Entschlüsselung keine Verbindung zu einem Server
  • Die Software ist für Anfänger sehr einfach zu verstehen
  • Unterstützt ebenfalls mehrere Downloads und Verbindungen pro Download

Die Nachteile überwiegen leider und sollen nachfolgend auch genannt werden.

  • Unterstützt nur wenige Anbieter
  • Läuft nur unter Windows (Mac und Linux sind angekündigt)
  • Kann keine YouTube Videos herunterladen
  • Unterstützt das DLC Format nicht und besitzt kein “Click n’ Load

Der Umfang von CryptLoad ist nicht so groß, wie von JDownloader, sodass für erfahrene Anwender der JDownloader definitiv eher zu empfehlen ist. Linux-Nutzer haben sowieso kaum eine Wahl, auch weil das scheinbar beliebte DLC Container Format nicht öffentlich verfügbar ist bzw. das Format an sich und die Beschaffenheit sind nicht offen gelegt, sodass nur wenige Entwickler die Möglichkeit haben einen Download Manager zu entwickeln, der dieses Format unterstützt.

Schade eigentlich! Es wäre schon, wenn es mehr gute Download Manager geben würde. Es gibt zwar noch viele weitere kleine Download Manager, aber deren Problem ist, dass die Entwickler mit den Formaten der Containerdateien nicht mithalten können, sodass die Software häufig veraltet ist, kurz nachdem sie erschienen ist.

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