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D.h. diese Windows Version besitzt Funktionen, damit mehrere Windows Clients - also Endanwender-Computer im Netzwerk - zentral Dateien abspeichern oder auf Drucker zugreifen können. Mit der sog. Domäne kann der Windows Server sogar zentral Benutzernamen und Passwörter verwalten. Warum gibt es eine Windows Server Version?
Gegenüber einigen Konkurrenzlösungen besaß Microsoft im Serverbereich den Vorteil, dass man zumindest bei sog. "Arbeitsgruppen" oder in Unternehmensnetzwerken auf den Client-PCs (also den einzelnen Arbeitsrechnern) mit Windows 3.11, später NT4 und mittlerweile Windows 7 bereits die Hoheit und volle Kontrolle hatte. Man konnte auf den Arbeitsplätzen "Schranken" unterbringen, die es Konkurrenten im Servermarkt nahezu unmöglich machten, Konkurrenzprodukte zu Windows Server für Windows Clientsysteme herauszubringen.
Windows Server im Internetzeitalter
Zudem hatte Microsoft im Browsermarkt starke Konkurrenz durch den sog. Netscape Navigator. Der eigene Microsoft Internet Explorer in der damaligen Version 3 und 4 konnten mit ihrem Funktionsumfang einfach nicht mit der Konkurrenz von Netscape - dem Netscape Communicator - mithalten. Netscape spielte hier gegen Microsoft eben jene Vorteile aus, die Microsoft bisher gegen Konkurrenten verwendete. Man entwickelte für den Netscape Navigator Funktionen, die zwingend einen Netscape Enterprise Server erforderlich machten.
Auch der Netscape Enterprise Server bzw. dessen Webserver-Bestandteil existiert heute kaum mehr. Stattdessen erfreut sich der Apache Webserver, welcher auf einem der ersten Webserver - dem NCSA HTTPd - basierte, großer Beliebtheit. Der Apache Webserver zeichnet sich im Vergleich zu den Internet Information Services - wie der Internet Information Server vom Windows Server heute heißt - durch eine höhere Modularität, längere Laufzeit und geringer Kosten aus. Es gibt für den Apache Server zudem eine ganze Reihe Module, mit welchen man diesen erweitern kann, welche Microsoft in dieser Art nicht anbieten kann (z.B. Caching, URL Rewriting, Proxying, integrierte NoSQL Datenbank etc.). Linux als kostengünstigeres und leistungsfähigeres ServersystemAnfang der 90er Jahre entwickelte der junge Studen Linus Torvalds das Betriebssystem Linux, welches in seiner Anwendung sowie Art und Weise sehr der Familie der Unix-Systeme glich. Gleichwohl Linux zwar von Anfang an und auch heute noch eher ein Betriebssystem für technisch versierte Nutzer ist, so hat es sich auf dem Servermarkt - insbesondere durch das Internet in Verbindung mit dem Apache Webserver - durchgesetzt. Die häufigste Konfiguration, die man auf sog. Webservern heute findet ist Linux, Apache, MySQL und PHP (die sog. LAMP Konfiguration).
Der Windows Server ist in der Vergangeheit auch häufig durch Sicherheitslücken negativ aufgefallen und stellte damit für die ihn einsetztende Organisation ein gewisses Sicherheitsrisiko dar. Zudem war es beim Windows Server bis zur Version 2008 im Gegensatz zu Unix und Linux nicht möglich, diesen ohne grafische Benutzeroberfläche zu installieren. Selbst bei Version 2008 R2 sind nicht alle Konfigurationsmöglichkeiten ohne grafische Benutzeroberfläche möglich. Die Notwendigkeit einer grafischen Benutzeroberfläche wirkt sich zusätzlich negativ auf die Leistung des Systems aus, da hier Rechenressourcen für die Bereitstellung dieser Oberfläche verschwendet werden müssen. Linux Server setzten hingegen primär auf eine textbasierte Verwaltung - die sog. Konsole oder Shell. Warum verwendet man Windows Server?Für die Verwendung von Windows Server gibt es gleich mehrere Gründe. Zum Einen wird Windows Server sehr häufig in Netzwerkumgebungen eingesetzt, die homogen aus Windows Clients - vornehmlich für die Verwendung von Microsoft Office und unternehmensspezifischer Software - besteht. Die Administratoren dieser Windows Server sind meist speziell und/oder ausschließlich auf die Konfiguration und Wartung von Windows Server innerhalb geschützter Unternehmensnetzwerke geschult und ausgebildet.
Einige Administratoren bevorzugen bei Windows Server zudem die grafische Benutzeroberfläche, da man hier nicht gezwungen ist - wie bei Unix und Linux - eine Reihe von Befehlen zu kennen. Zudem ist es für Einsteiger in die Welt der Systemadministration bedeutend einfacher einen Windows Server zu verwalten als einen Linux Server, da sie Ersteren bereits von Ihrem Heim oder Arbeitsplatz-PC gewohnt sind. Der Windows Server ist, genau wie Windows für Arbeitsplätze oder Heim PCs, im Gegensatz zu Unix und Linux primär darauf ausgelegt mit Maus und Tastatur gesteuert zu werden. Linux und Unix Systeme ist primär darauf ausgelegt ausschließlich mit Tastatur oder per Netzwerk gesteuert zu werden. Es bestehen unter Linux kaum grafische Oberfläche für die Administration von Serverdiensten, da es auch nicht üblich ist Linux auf Servern mit grafischer Oberfläche zu installieren. Häufig kommt es bei Unternehmen, die im Backoffice bzw. für die Abwicklung im Hintergrund bereits Windows Server oder andere Microsoft Produkte einsetzen, zu einem sogenannten "Vendor Lock-In" (Unüberwindbare Lieferantenabhängigkeit zum primären Softwareausrüster). Setzt ein Unternehmen z.B. als Warenwirtschaftssystem eine Software ein, die ausschließlich auf Microsoft Technik basiert (wie z.B. Microsoft SQL Server oder Microsoft Dynamics CRM), so kann es sein, dass eine Anbindung dieses Systems an andere Anwendungen wie z.B. eine Website nur noch mit Software auf Microsoft Systemen wie dem Windows Server möglich ist. Hierbei ist das Unternehmen dann aufgrund der Abhängigkeit gezwungen in bestimmten Teilbereichen Windows Server einzusetzen, gleichwohl dies wirtschaftlich als auch technisch nicht zwangsläufig der effizienteste Weg ist. Fazit zum Windows ServerWindows Server eignet sich prima, um Windows Clients in mittleren bis größeren Unternehmensnetzwerken zu verwalten und gemeinsam zu arbeiten. Er eignet sich nur bedingt für den Betrieb von Websites, da viele mitterweile essentielle Module (wie URL Rewriting, Caching, Proxying etc.) und deren Konfigurationsmöglichkeiten fehlen. Hier sollte primär auf Linux mit Apache statt auf Windows mit IIS zurück gegriffen werden. Insbesondere in High Performance und High Speed Bereichen ist Windows Server gar nicht zu finden wie z.B. beim HFT (High Frequency Trading bzw. hochfrequenter Börsenhandel). Des Weiteren ist Windows Server nicht für Umgebungen geeignet, die eine maximale Ausfallsicherheit und maximale Laufleistung erzielen müssen, da es auch bei Windows Server häufig notwendig ist für System-Updates das gesamte Betriebssystem oder gar den Server bzw. die Instanz neu zu starten. Abschließend kann ich persönlich nur empfehlen, dass ein Jeder vor dem vorschnellen Einsatz von Windows Server mit einem Profi spricht, der beide Systeme für das entsprechende Anwendungsgebiet In- und Auswendig kennt und eine neutrale und nüchterne Bewertung durchführen kann. Ein Windows Server kann sehr schnell zur Kostenfalle werden oder nicht zufrieden stellende Ergebnisse liefern. Mit einem Linux Server können aber auch insbesondere Nutzer, die mit Unix und Linux nicht vertraut sind, sehr schnell scheitern. Bücher zum Thema „Windows Server“ Es sind eine Reihe interessanter Windows Server-Bücher und Veröffentlichungen rund um das Thema „Windows Server“ erschienen, wozu unter
Anderem „Windows Server 2008 R2: Das umfassende Handbuch. Inkl. Hyper-V (Galileo Computing)“ von Ulrich B. Boddenberg, erschienen bei
Galileo Computing für 52,00 €, zählt. Gut und empfehlenswert ist auch das 1284-Seiten starke Buch „Microsoft Windows Server 2012 - Das Handbuch“ von Thomas Joos (erschienen bei Microsoft Press Deutschland). Der Autor Thomas Joos bietet ein paar sehr hilfreiche Details zum Thema Windows Server in seinem Buch, welches mit einem Preis von 58,82 € auch noch recht erschwinglich für ein Windows Server-Buch ist. Wenn es um Windows Server-Wissen geht sollte das Buch
„Windows Server 2008 R2 - Der schnelle Einstieg - Hyper-V, Server Core und PowerShell (net.com)“ ebenfalls nicht ungenannt bleiben. Carlo Westbrook hat hier viele gute Informationen
über Windows Server festgehalten. „Windows Server 2008 R2 - Der schnelle Einstieg - Hyper-V, Server Core und PowerShell (net.com)“ wird
durch Addison-Wesley Verlag herausgegeben, kostet
8,85 € und umfasst insgesamt 480
äußerst informative Seiten. Gleichwohl hier im Artikel Was ist Windows Server? und auch in anderen Artikeln zahlreiche Informationen über Windows Server zu finden sind, empfiehlt sich immer ein Blick auf aktuelle Buchveröffentlichungen, da natürlich auch im Bereich Windows Server sich die Dinge mit der Zeit ändern. Besonders empfehlen kann ich das Lesen auf dem Amazon Kindle, welches eine besonders angenehme Möglichkeit ist, Windows Server-Bücher unterwegs zu lesen. 7 Besucher haben auch das gelesen 6 Besucher haben auch das gelesen 4 Besucher haben auch das gelesen 4 Besucher haben auch das gelesen 4 Besucher haben auch das gelesen 4 Besucher haben auch das gelesen Du musst Dich lediglich mit deinem Benutzer über Facebook anmelden, um hier Kommentare schreiben zu können.
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Wenn Du Dich fragst, woher der Name Kammerath kommt, dann
können selbst die besten Ahnenforscher Dir dies nicht so richtig
beantworten, denn Kammerath ist schon ein sehr spezieller
Nachname. |